Startseite | Theologie | 3.9., Karlsruhe: Der Kapitalismus als Götze – Warum sich die Kirchen so schwer tun, ihm zu widerstehen

3.9., Karlsruhe: Der Kapitalismus als Götze – Warum sich die Kirchen so schwer tun, ihm zu widerstehen

Irgendwie wollen die Kirchen und irgendwie können sie nicht. Sie schrecken davor zurück, das zu tun, was ihr Bekenntnis zu Israels Gott und seinem Messias verlangt: zwischen dem Gott der Befreiung und Götzen des Todes zu unterscheiden, und heute dem Kapitalismus als Fetisch zu widerstehen. Zu sehr haben sie sich als ‚unternehmerische Kirchen‘ an ihn gebunden. Ihre Anstrengungen zielen darauf, auf die Höhe der fetischisierten kapitalistischen Gesellschaft zu kommen, und darin ihr eigenes Unternehmen durch das Angebot kundenfreundlicher religiöser Produkte und entlastender pastoraler Angebote zu sichern.

Wenn die Kirchen diesem Götzen widerstehen wollen, bedarf es der intensiven Auseinandersetzung damit, wie dieser Götze funktioniert und in Tod und Vernichtung treibt. Nicht weniger bedarf es einer kirchlichen Selbstkritik, die nicht in innerkirchlicher Nabelschau verharrt, sondern nach den kirchlichen Verstrickungen in den kapitalistischen Fetischzusammenhang fragt. Unser Workshop will zu beidem einen Beitrag leisten.

3.9., 14.15-15.45h, Workshop mit Herbert Böttcher im Rahmen der casa comun im Stadtkloster St. Franziskus, Karlsruhe (Raum wird vor Ort bekannt gegeben)