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Netzversammlung, 20.11.: Corona global – Die Pandemie in der Krise des Kapitalismus

Die letzten 20 Monate ist die Welt von Sars-CoV-2 in Atem gehalten worden. 5 Mio. Menschen sind bereits Opfer von Corona geworden. Abertausende waren monatelang durch Longcovid lahmgelegt und die Langzeitfolgen der Infektion sind noch gar nicht absehbar.

Die Hoffnung, dass die Pandemie die Welt zum Innehalten und Nachdenken bringen würde, war schnell verflogen – von einer kategorialen Infragestellung der komplexen gesellschaftlichen Strukturen mit dem Ziel ihrer Überwindung war dabei ohnehin nie die Rede. Im Gegenteil, die alten Rezepte wurden neu aufgetischt: Primat der Politik gegenüber dem Markt, Aushandeln und Demokratie… Dabei hatten Tote und Kranke nur Relevanz, wenn es um den ‚Systemerhalt’ des Gesundheitssystems ging – die für die Wertverwertung wertlosen Alten wurden (zu) lange nicht geschützt und dadurch vermehrt zu Opfern. Auch die ‚Überflüssigen’ in der Zweidrittelwelt sind gestorben ‚wie die Fliegen’, eine weltweite Impfkampagne mit Patentfreigabe war selbst in einer solchen Krise anscheinend nicht machbar.

Gleichzeitig formierten sich Verschwörungsphantasten, manchmal kaum unterscheidbar vom bürgerlich-liberalen Lager und Vertretern einzelner Branchen, die über die Bild-Zeitung nach ‚Freiheit‘ riefen – einer Freiheit, die in den meisten Fällen nichts anderes ist als die Freiheit zu Konsum und Unterhaltung wie sie die kapitalistische Normalität für Kaufkräftige bereit hält. Solches Freiheitspathos lässt sich auch nicht dadurch irritieren, dass die Pandemie schon bestehende katastrophale Situationen wie soziale Spaltungen, Flucht, Klima, Eskalationen von Gewalt usw. verschärft.

Anhand von Thesen, die im Rahmen unseres Netzes und der Theoriezeitschrift Exit entwickelt wurden, wollen wir versuchen, die angedeuteten Zusammenhänge zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet in Präsenz (2G+ Regel) statt und kann auch online verfolgt werden. Nach Anmeldung erhalten Sie/erhältst Du einen Teilnahmelink.

Ablauf:

Ab 9.45h ist für Kaffee gesorgt. Um 10.00 Uhr starten wir mit einem Überblick über die Pandemie-Lage weltweit und ihrem Zusammenhang mit der kapitalistischen Weltgesellschaft. Anschließend ist ausreichend Zeit zur Diskussion. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein: Wie immer gibt es gegen 13h ein leckeres Mittagessen (auch vegetarisch – bei Anmeldung bitte darauf hinweisen).

Von ca. 14 bis max. 16h findet die formale, alljährliche Mitgliederversammlung statt.

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