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Charismen und der Primat des Inhalts (1 Kor 12,28-31) – mit einem Blick auf die Trierer Bistumssynode

1 Kor 12, 28-3

28 So hat Gott in der Kirche die einen erstens als Apostel eingesetzt, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Machttaten zu wirken, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede. 29 Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? Haben alle die Kraft, Machttaten zu wirken? 30 Besitzen alle die Gabe, Krankheiten zu heilen? Reden alle in Zungen? Können alle übersetzen? Strebt aber nach den höheren Gnadengaben! Dazu zeige ich euch einen überragenden Weg.

 Charismen im Allgemeinen und im Besonderen

Durch die römische Intervention gegen die Trierer Bistumsreformen gewinnt die Erinnerung an das paulinische Verständnis der Charismen zusätzliche Aktualität. Dies gilt erst recht für den Abschnitt 1 Kor 12,28-31, in dem Paulus von Aposteln, Lehrern und Propheten spricht und diese Aufgaben scheinbar in eine Rangordnung – „erstens als Apostel, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer“ – bringt (1 Kor 12,28). Die Zählung muss aber sprachlich keine Rangordnung bedeuten, sondern kann auch als eine Aneinanderreihung verstanden werden. Letzteres wäre vom Inhalt dessen gedeckt, was Paulus unter Charismen, aber auch von dem wie Paulus Apostel, Lehrer und Propheten versteht. Die Aufgaben, die Paulus als Charismen, als Gaben des Geistes an die Gemeinden auflistet, erheben weder den Anspruch, vollständig zu sein, noch können sie voneinander abgegrenzt werden. Sie sind also nicht exklusiv zu verstehen, sondern können sich auch in einzelnen Personen und im Zusammenleben der messianischen Gemeinde überschneiden. Auch stellen sie keine institutionalisierte Ordnung dar, wohl aber Aufgaben, die im Auftrag Gottes und im Blick auf die messianische Gemeinde und ihre Aufgaben angesichts der Herrschaft Roms wahrzunehmen sind.

Weder diejenigen, die paulinische Charismen mit einer institutionellen und zudem noch einer vermeintlich unveränderbaren Ordnung in Verbindung bringen, noch diejenigen, die „Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“[1] wollen, können sich auf Paulus berufen. Charismen sind die unerschöpflichen und nicht einzugrenzenden Gaben, die der Gemeinde geschenkt werden, nicht einfach um den innergemeindlichen Betrieb zu organisieren, sondern um in einer befreienden Praxis Zeugnis von einer neuen Welt zu geben, die im Gegensatz zur Welt der Herrschaft steht. In dieser Perspektive sind Gaben immer Auf-Gaben, also Dienste, nicht Gaben, die „den Einzelnen“ geschenkt wären, um sich in der Gemeinde verwirklichen und selbst finden zu können.

Was sich über Apostel, Propheten und Lehrer bei Paulus sagen lasst…

Apostel bedeutet, von Gott gerufen und beauftragt zu sein.“[2] Diese Berufung ist nicht rein formal zu verstehen, sondern mit einem Inhalt verbunden. Für Paulus ist es die Berufung, das Evangelium zu den Völkern zu bringen. Inhaltlich versteht er es als Verkündigung „von Gottes Kraft und Gottes Weisheit“, die im Kreuz des von Rom gekreuzigten Messias lebendig ist, den Gott aber auferweckt hat (1 Kor 1,18ff). Kreuz und Auferweckung dieses Messias markieren einen unüberbrückbaren Gegensatz zu den herrschenden Verhältnissen. Sie müssen vernichtet werden (1 Kor 1,26ff), damit jene Gerechtigkeit und Befreiung wirklich werden können, die Gott in der Auferweckung seines Messias bestätigt und neu in Kraft gesetzt hat. Mit der Auferweckung des Gekreuzigten hat Gott den herrschenden Gewaltverhältnissen sein ‚letztes Wort‘ entgegensetzt, das in aller Welt und für alle Welt Wirklichkeit werden soll. Damit dieses Zeugnis im ‚Sozialraum‘ der messianischen Gemeinde, dem Leib Christi, lebendig sein und sie es in der Welt des Imperiums zur Geltung bringen kann, ist der Dienst der Apostel wichtig. Er steht nicht herrschaftlich über der Gemeinde, sondern ist in sie eingebunden. Das Charisma dieses Dienstes steht damit neben und in Gemeinschaft mir den anderen Charismen als Kräften des Geistes, mit deren Hilfe die messianische Gemeinde ihren konfliktreichen Weg geht.

Der Dienst der Propheten wiederum ist eng mit dem der Apostel verbunden. „So versteht Paulus sich selbst als Gesandter/Apostel Gottes, weil er gerufen wurde wie die Propheten.“[3] In Analogie zu der Berufung jüdischer Propheten spricht Paulus in seinem Brief an die Galater von Gott, „der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade (griechisch: charis, H.B.) berufen hat… (Gal 1,15). Sein Apostolat sieht er also in der Kontinuität zu Israels Propheten.

„Prophetie heißt, im Auftrag Gottes zu sprechen, und Lehre, die Tora für die Gegenwart auszulegen.“[4] Der Dienst von Propheten und Lehrern ist eng miteinander verbunden. Lehren, also die Tora für die Gegenwart auslegen, kann nur, wer sich durch das Studium der Tora und von ihren Lehrern seinerseits belehren lässt. Prophetisch, also „im Auftrag Gottes“, reden kann wiederum nur, wer in der Tora verwurzelt ist. In ihr wird die Geschichte von Israels Wegen der Befreiung erzählt und in ihr finden sich die Weisungen für die Wege, auf denen die Befreiung immer neu erfahren und Wirklichkeit werden sollen. Dabei ist der Zusammenhang von Erzählung und Weisung von Bedeutung. Die Weisungen sind – wie in den sog. Büchern Mose (Genesis bis Deuteronomium) deutlich wird – in die Erzählung der Befreiung und den mit ihnen verbundenen Verheißungen eingebunden. Sie können nicht ‚fundamentalistisch‘ gesichert, sondern müssen auf den unterschiedlichen Wegen durch die Geschichte und angesichts immer neuer Konstellationen jeweils neu erinnert und interpretiert werden. Insofern sind die Dienste von Propheten und Lehrern inhaltlich aufs engste miteinander verflochten.

Die „Kraft … zu leiten“ (1 Kor 12,28)

Diese Kraft zählt Paulus unter „ferner“ auf: „Ferner verleiht er die Kraft … zu leiten, endlich …“ Er verbindet sie nicht mit den Aposteln, Propheten und Lehrern. Er ordnet sie sozusagen ‚unter ferner liefen’ ein. Dies bestätigt, dass es bei Paulus noch keine Leitungsstrukturen gibt. Das besagt jedoch noch nichts über Sinn oder Unsinn kirchlicher Amtsstrukturen. Von Paulus die Negation des Amtes ableiten zu wollen, wäre insofern ‚fundamentalistisch‘ als eine historischen Situation zum normativen Ausgangspunkt für alle weiteren Entwicklungen gemacht würde. Was von Paulus her im Blick auf die spätere Entwicklung von Amtsstrukturen festzuhalten wäre, ist deren – wörtlich zu verstehende – Relativierung. Das Charisma zu leiten wird in Relation zu anderen Charismen gesetzt.

Diese Relation wird da aufgegeben, wo durch amtskrichliche Enge der Geist ausgelöscht wird. Diese Gefahr hat Karl Rahner in einem Festvortrag auf dem Österreichischen Katholikentag 1962 thematisiert, der den bezeichnenden Titel trägt: „Löscht den Geist nicht aus!“[5] Darin sagt er: „Das Wissen um die charismatische Struktur der Kirche ist da, wird von niemandem geleugnet und ist doch durch die heutigen Umstände in der Kirche und außerhalb ihrer bedroht in Theorie und Praxis.“[6]  Das war für die Zeit vor dem II. Vatikanischen Konzil formuliert. Doch auch nach der konziliaren Aufbruchphase setzten schnell Versuche ein, den konziliaren Geist auszulöschen. Karl Rahner sprach vom „Marsch ins Ghetto“ und von „Glaube in winterlicher Zeit“[7] und setzte sich für die von Johannes Paul II. und seinem Adjutanten Kardinal Ratzinger zusammen mit reaktionären Bischöfen aus Lateinamerika verfolgten Theologen der Befreiung ein[8].

„Strebt … nach den höheren Gnadengaben!“ (1 Kor 12,31)

Wörtlicher wäre mit „größeren Gnadengaben“ zu übersetzten. Was damit gemeint ist, kann den Leserinnen und Lesern der Einheitsübersetzung schnell verborgen bleiben. Sie setzt zwischen dem Anfang von Vers 31 – „Strebt aber nach den höheren Gnadengaben!“ – und seiner Fortsetzung –  „Dazu zeige ich euch einen überragenden Weg“ – einen Absatz. Der Absatz, der dann folgt (13,1- 13) ist als das sog. ‚Hohe Lied der Liebe‘ bekannt und wird bei Hochzeiten ‚gerne genommen‘ – natürlich getrennt vom Zusammenhang mit der messianischen Gemeinde und den zu ihr gehörenden herrschaftskritischen Charismen. So lässt sich ungetrübt von Fragen nach Herrschaft und Gewalt, das ‚hohe Lied der (privaten) Liebe‘ singen. Dabei müsste schon der Begriff aufhorchen lassen: Paulus spricht von Agape, was eher mit Solidarität zu übersetzen wäre, auf keinen Fall aber die Reduktion auf Liebe in persönlichen Beziehungen meint. Dafür gibt es im griechischen andere Begriffe wie Eros für intime Liebesbeziehungen oder Philia für freundschaftliche Beziehungen. Vor allem aber müsste zumindest die des Griechischen kundigen Übersetzerinnen und Übersetzer aufhorchen lassen, dass Paulus am Ende des sog. ‚Hohen Liedes der Liebe‘ sagt: „ … doch am größten ist die Liebe“ (1Kor 13,13). Im griechischen Text steht die gleiche Formulierung wie in 13,1b – von der Einheitsübersetzung wiedergegeben mit „höheren Gnadengaben“ statt analog zu 13,13 mit: „strebt nach den größeren Gaben“. Den „überragenden Weg“ den Paulus dazu zeigt, ist der Weg der Agape, der Solidarität. Die Gabe der Solidarität muss in allen anderen Gaben lebendig sein, sonst sind sie „dröhnendes Erz und eine lärmende Pauke“ (1 Kor 13,1). Deshalb benennt Paulus – auch gegenüber Glaube und Hoffnung – die Solidarität als „am größten“ (1 Kor 13,13).

Luise Schottroff sieht in den Äußerungen des Paulus zu den Charismen

„eine reiche Quelle für die Praxis frühchristlicher Gemeinden. Alle Menschen, die Jesus als Messias und Kyrios anerkennen, werden von Gott mit göttlichen Gaben begabt (12,13.3). In den Frauen und Männern der messianischen Gemeinschaften wuchsen ungeahnte Kräfte und Fähigkeiten. Sie waren in der Lage, öffentlich zu singen, zu beten, die Schrift auszulegen, einander zu widersprechen und zu diskutieren. Die dynamische Kraft des Geistes macht sie fähig, Kranke zu heilen, vor Gericht keine Angst zu haben und Gottes Zukunft vor Augen zu sehen. Diese Begabungen waren vielfältig, wild, unerschöpflich – angetrieben vom Aufbruch, von der Gemeinschaft und der Nähe Gottes. Paulus verhandelt in 1 Kor 12,12-27 die Frage, wie diese unterschiedlichen Menschen in gerechten Beziehungen leben können. Mitgebrachte gesellschaftliche Hierarchien müssen grundlegend überwunden werden, damit aus der Verachtung der Ärmsten durch Wohlhabendere eine solidarische Gemeinschaft derer wird, die mit den Geschwistern mitleiden und sich mitfreuen.“[9]       

 Und heutige Amts- und Kirchenstrukturen?

Die heutigen Amts- und Kirchenstrukturen verdanken sich weitgehend einem Anpassungsprozess der messianischen Gemeinden an das römische Reich, in dem dessen Amtsstrukturen bis zu Kleiderordnungen übernommen wurden[10]. Demgegenüber besteht die Herausforderung der Kirche darin, die römische Kleiderordnung ab und Christus als Gewand anzulegen und Über- und Unterordnungen zu überwinden (vgl. Gal 3,26ff). Was das für aktuelle Kirchen- und Amtsstrukturen im Detail bedeutet, lässt sich nicht ohne „Apostel, Propheten und Lehrer“ und nicht ohne eine kritische Reflexion der heutigen kirchlichen Anpassungsprozesse klären, also nicht ohne biblisch-theologische und gesellschaftskritische Reflexion. Dass die Trierer Bistumssynode beides ignoriert hat, macht ihr Desaster aus. Ohne hinreichende gesellschaftskritische Reflexion und Distanz hat sie die moderne bzw. postmoderne Gesellschaft zur Norm gemacht. Sie hat nicht erkannt bzw. erkennen wollen, dass die modern-postmoderne Gesellschaft eine kapitalistische Gesellschaft in der Krise ist, deren Krisendynamik Menschen zu eigenverantwortlichen ‚Einzelnen‘ zurichtet, andere ausgrenzt und tötet sowie die Grundlagen des Lebens zerstört. Statt sich damit auseinander zu setzen, sind die Kirchen mit ihrer eigenen Überlebenskrise beschäftigt und hoffen, sich als ‚unternehmerische Kirchen‘ durch Anpassung an die Abstürzende (Post-)Moderne zu retten.[11]

Die wenigen biblisch-theologischen Aussagen im Synodendokument wirken aufgesetzt und legitimieren in ihrer Unverbindlichkeit den Willen zur Anpassung an die ‚heutige Welt‘. Neben einer gesellschaftskritischen Reflexion bleibt aber eine biblisch-theologische Reflexion, das Hören auf die „Apostel, Propheten und Lehrer“ in ihrem geschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen unverzichtbar. Ohne diese Umwege kritischer Reflexion verkommen die kirchlichen Versuche ‚heutig zu werden‘ oder ‚auf die Höhe der Zeit‘ zu kommen, zu Anpassungsprozessen, die einer falschen Unmittelbarkeit und den Ratschlägen von Unternehmensberatern, nicht aber theologisch reflektierten gesellschaftskritischen Einsichten folgen. Theologische Inhalte werden entsprechend marginalisiert oder gehen in Prozessen der Esoterisierung und Eventisierung auf.

In dieser Situation wäre die Inhaltlichkeit des Glaubens zur Geltung zu bringen. Genau das wäre ein wesentliches Erbe der klassischen kirchlichen Amtsstruktur und ihrer Sakramentalisierung. Sie steht für den Primat des Inhalts. Eine spezifische, nicht exklusive Aufgabe des Amtes wäre es, für das subversive Gedächtnis des Glaubens einzustehen und es zur Geltung zu bringen. Genau das könnte dann ‚Hierarchie‘ (wörtlich: ‚heiliger Anfang‘) bedeuten: die Sichtbarkeit der Wurzeln des Glaubens in den Befreiungstraditionen Israels und in dem Messias aus Israel. Das sich dies nicht mit Über- und Unterordnungen, mit Strukturen von Befehl und Gehorsam verbinden lässt, ergibt sich aus der Sache selbst. Es lässt sich aber auch nicht einfach mit Demokratie verbinden; denn sie ist die Herrschaftsform des liberalen Kapitalismus, der ganz demokratisch und menschenrechtlich über Leichen geht. Dies ist kein Zufall, sondern Ausdruck dafür, dass die Demokratie an den Verwertungsprozess des Kapitals gebunden ist. Insofern sind Forderungen nach Demokratisierung der Kirche Ausdruck dafür, dass die moderne politische Herrschaftsform einschließlich ihres ökonomischen Untergrundes unkritisch zur Norm kirchlicher Ordnung gemacht werden soll. Dies wäre ein der Anpassung an die römische Herrschaft analoger Prozess.

Wie auch immer die notwendigen Veränderungen in der Ausgestaltung der kirchlichen Strukturen und ihrer Ämter vermittelt mit gesellschaftskritischer und theologischer Reflexion sich im Detail herauskristallisieren, klar müsste sein: In den kirchlichen Strukturen muss real und sakramental- symbolisch der Vorrang des Inhalts sichtbar werden. Dieser kann aber nicht ‚fundamentalistisch‘ als ewige Wahrheit und unveränderbare Kirchenstruktur gesetzt werden, sondern muss in geschichtlichen Prozessen immer wieder neu bestimmt und zur Geltung gebracht werden und das im Zusammenhang mit all den Charismen, die der Geist der Kirche für ihren Weg durch die Geschichte schenkt.

 

[1]     heraus gerufen. Schritte in die Zukunft wagen. Abschlussdokument der Synode im Bistum Trier, Trier 2016, 18.

[2]     Luise Schottroff, Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth, Stuttgart 2013, 254.

[3]     Ebd.

[4]     Ebd.

[5]     Karl Rahner, Löscht den Geist nicht aus!, in: Schriften zur Theologie, Band 7, Einsiedeln Zürich Köln 2/1971, 77-89.

[6]     Ebd., 81.

[7]     Ders., Glaube in winterlicher Zeit. Gespräche mit Karl Rahner aus den letzten Lebensjahren. Herausgegeben von Paul Imhof und Hubert Biallowons, Düsseldorf 1986.

[8]     Vgl. den Brief von Karl Rahner an Kardinal Landazuri von Lima 16. März 1984, in: Norbert Greinacher (Hrsg.), Konflikt um die Theologie der Befreiung, Zürich/Einsiedeln/Köln 1985, 184-186.

[9]     Schottroff, 255.

[10]   Vgl. Elisabeth Schüssler Fiorenza, Zu ihrem Gedächtnis… Eine feministisch-theologische Rekonstruktion der christlichen Ursprünge, München Mainz 1988; Edward Schillebeeckx, Christliche Identität und kirchliches Amt. Plädoyer für den Menschen in der Kirche, Düsseldorf 1985.

[11]   Vgl. Herbert Böttcher, Auf dem Weg zu einer ‚unternehmerischen Kirche‘ im Anschluss an die abstürzende (Post-)Moderne, in exit! Krise und Kritik der Warengesellschaft 17. Jahrgang, Heft 17, Springe 2020.