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Publikation: Im Laufschritt zum Hungerlohn, oder: Von den Rändern her denken! Eine gesellschaftliche und theologische Kritik der Arbeit im Kapitalismus

Bonn/Koblenz, 14.11.2019.

Die Arbeit hat Menschen im Griff – egal ob sie regulären, prekären oder informellen Beschäftigungsverhältnissen nachgehen oder auch für die Verwertung ihrer Arbeitskraft überflüssig sind. Jede Arbeit ist besser als keine und wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Deshalb sollen sich alle – ob mit oder ohne Anstellung – fit und bereit halten für die Nachfrage nach Arbeit.

Wie dieses ‚Arbeitsregime’ Menschen in der Durchsetzung des Kapitalismus eingebläut wurde und mit dem Kapital zur Struktur der kapitalistischen Gesellschaft wurde, diskutierte eine Tagung des Arbeitskreises processus confessionis der ökumenischen Gruppen im Rheinland im Rahmen der Netzversammlung des Ökumenischen Netzes Rhein-Mosel-Saar im Frühjahr 2019 in Koblenz. Die Referenten Günther Salz und Herbert Böttcher reflektierten die unkritische Voraussetzung der Arbeit in Gesellschaft und Theologie.

Mit dieser Dokumentation will der Arbeitskreis zusammen mit der Katholischen ArbeitnehmerInnen-Bewegung im Bistum Trier zu einer kritischen Diskussion der Bedeutung von Arbeit für die globalisierte kapitalistische Gesellschaftsform anregen. Theologisch kann es nicht darum gehen, Arbeit als zum ‚Wesen des Menschen’ gehörig zu deklarieren. Im Zentrum der theologischen Reflexion müsste in der Logik der Unterscheidung zwischen Gott und Götzen vielmehr der Herrschafts- und Fetischcharakter der Arbeit stehen. Der Götze Arbeit wäre nicht zu verklären, sondern zu überwinden.

Die Broschüre, die als Dankeschön langjährigen MitstreiterInnen des Arbeitskreises gewidmet ist, hat 48 Seiten und kann als Online-Ausgabe hier heruntergeladen sowie als Druckausgabe (100 Exemplare) gegen Spende bestellt werden.