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DER EINDIMENSIONALE MENSCH. Herbert Marcuse über Kapitalismus und Opposition

Herbert Marcuse (1898–1979) war ein deutsch-US-amerikanischer Philosoph, Politologe und Soziologe. In seinem Hauptwerk Der eindimensionale Mensch (1964) und in 1974 verfassten Manuskripten analysiert er scharfsinnig die Situation des Menschen in der modernen Industriegesellschaft. Trotz der veränderten Bedingungen im frühen 21. Jahrhundert haben Marcuses Vorlesungen nichts an kritischer Schärfe eingebüßt. Politisch konkreter als noch im Eindimensionalen Menschen und erstaunlich aktuell stellt Marcuse hier die globalen Bedrohungen durch den entfesselten Neoliberalismus dar. Er zeigt konkrete Möglichkeiten auf, die für eine befreite Gesellschaft bereits in der bestehenden Industriegesellschaft vorhanden sind, die aber durch die kapitalistischen Machtverhältnisse blockiert werden. Peter-Erwin Jansen gibt den Nachlass von Herbert Marcuse und dessen Kollegen im Frankfurter Institut für Sozialforschung, dem Literatursoziologen Leo Löwenthal, heraus und entdeckte die Vorlesungen Marcuses 2012 im Marcuse-Archiv an der Universität Frankfurt.
Referent: Peter-Erwin Jansen, Koblenz
Termin: Dienstag, 19. Juni 2018
Zeit. 19:00 Uhr
Ort: KHG (Löhrrondell 1a)