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Mit Marx über Marx hinaus

EINLADUNG zur Netzversammlung am 9. Juni 2018, 10 Uhr

im Evangelischen Gemeindezentrum, Uhlandstraße, 956751 Polch

Die Kapitalismuskritik von Karl Marx ist für das Ökumenische Netz nicht nur im Jubiläumsjahr des Trierer Philosophen von Bedeutung. Trotzdem wollen auch wir seinen 200. Geburtstag als Anlass nehmen, um noch einmal sein Werk und seine Bedeutung im 21. Jahrhundert zu reflektieren.

Dabei werden wir uns auf Grundlage der Marx-Rezeption von Robert Kurz mit dem Fetischismuskritiker Marx beschäftigen. Dieser Text von Robert Kurz (1998) – „Der Doppelte Marx“ – gibt einen ersten Einblick in die Thematik.

Der Marx, der die ‚(abstrakte) Arbeit’ und die kapitalistische Gesellschaft als ‚automatisches Subjekt’ und ‚Wertform’ in einem – inzwischen an sein Ende kommenden – ‚prozessierenden Widerspruch’ kritisierte, ist u.E. eine entscheidende Grundlage für die Kritik der heutigen globalen (Vielfach-)Krise. Erst die Analyse und Kritik der Form der kapitalistischen Gesellschaft eröffnet die Möglichkeit einer emanzipatorischen Überwindung der (post-)modernen Welt und ihrer zerstörerischen Dauerkrise. Zur Formbestimmung gehört die Analyse des Kapitalismus als Wert-Abspaltungsvergesellschaftung. Mit der Abspaltung ist die von Marx nicht beachtete Dimension des Geschlechterverhältnisses aufgenommen. Damit wird es in der Fortführung eines antifetischistischen Denkens möglich, mit Marx über Marx hinaus zu gehen.

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