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Karfreitag (30.3.): Kreuzweg der Solidarität

Erinnerung des Leidens statt Gleichgültigkeit und „versteinerte Herzen“

An der Zerstörung der Lebensgrundlagen durch den Kapitalismus hatten zunächst vor allem Menschen in der Zweidrittelwelt zu leiden, während die Menschen in den sog. reichen Ländern vor allem von billigen Rohstoffen und durch die Entsorgung von Giftmüll profitierten. Nun wird immer deutlicher, dass die ausgelagerten Probleme zurückschlagen. Weder fliehende Menschen noch der Klimawandel lassen sich durch Grenzen in Schach halten.

Und dennoch wird die Krise des Kapitalismus verleugnet und verdrängt. Die einen machen vor allem Fremde und Flüchtlinge als Sündenböcke aus, auf die sich Ängste projizieren lassen. Andere wollen über die Probleme positiv hinweg denken, fliehen in eine vermeintliche heile Welt der Innerlichkeit.

Der gekreuzigte Messias hat sich den Katastrophen seiner Zeit gestellt und geriet so in die tödliche Konfrontation mit der Macht Roms. Die Erinnerung an seine Passion macht empfindsam für das, was Menschen unter Unrecht und Gewalt zu erleiden haben. Seine Leidenschaft für das Leben, vor allem der Armen und Gescheiterten, gibt auch heute vielen die Kraft wie er gegen Unrecht und Gewalt aufzustehen.

Der Kreuzweg der Solidarität betrachtet an vier Stationen (in St. Mauritius/Rübenach, St. Maternus/Bubenheim, St. Konrad und St. Johannes/beide Metternich) die Passion Jesu im Blick auf Leidensgeschichten, die heute das Leben von Menschen weltweit zerstören. Er beginnt am Karfreitag (30.3.18) um 9:30 Uhr in St. Mauritius und endet gegen 13:30 Uhr mit einem kleinen Imbiss in St. Johannes.