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Buen Vivir – Eine Begegnung mit Alberto Acosta und Grupo Sal am 28.10.17 in Polch

„Das Recht auf ein Gutes Leben“ – Neue Töne aus Lateinamerika

28.10.17, ev. Gemeindezentrum Polch (Uhlandstraße 9)

Einlass: 18.30h, Beginn: 19h

Eintritt: 14 EUR, ermäßigt: 10 EUR

29.10., 10 Uhr: Gottesdienst mit anschließender Diskussion über ‚Buen Vivir‘ (mit Pfr. Ingo Schrooten und Herbert Böttcher)

 

„Sumak Kawsay“, auch bekannt als „Buen Vivir“, ist eine Lebensanschauung der indigenen Andenvölker, die in den letzten Jahren vermehrt internationale Aufmerksamkeit erregt. „Buen Vivir“ zielt nicht nur auf ein Leben im Einklang mit der Natur und allen Geschöpfen, es bedeutet auch konkret eine neue „Ethik der Entwicklung“, es fordert ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr von Wirtschaftswachstum als zentralem Entwicklungskriterium.

Der Ökonom und ehemalige Energieminister Ecuadors Alberto Acosta hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Konzept publik zu machen und weltweit für eine Veränderung des Lebensstils einzutreten. Als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Grundsätze des „Buen Vivir“ als Staatsziel in die Verfassung Ecuadors aufgenommen wurden. Kurz danach folgte Bolivien diesem Vorbild.

Um die Diskussion über das „Buen Vivir“ auch im deutschsprachigen Raum anzuregen und zu befeuern, präsentiert die lateinamerikanische Musikgruppe Grupo Sal gemeinsam mit Alberto Acosta ein Programm, das einen informativen, aber auch künstlerischen Zugang zu der Frage nach einem Guten Zusammenleben ermöglicht.
Wie funktioniert „Buen Vivir“? Welche Perspektiven sind damit verbunden? Gibt es Möglichkeiten, dieses indigene Konzept auch in unsere westliche Lebenswelt einzubinden?

Im Dialog mit dem Journalisten und Lateinamerikaexperten Thomas Pampuch werden die Aussagen und Visionen Alberto Acostas vertieft. Im Anschluss bietet Acosta Interessierten die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Grupo Sal begleitet und ergänzt die Ausführungen durch eine Fülle von Beispielen der lateinamerikanischen Musik, um die „neuen Töne aus Lateinamerika“ musikalisch erfahrbar zu machen. Im Zusammenspiel der leidenschaftlichen Intensität der lateinamerikanischen Musik und der politischen und gesellschaftlichen Visionen Acostas bietet die Veranstaltung Denkanstöße und macht.