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Land als Spekulationsobjekt – Eine Kritik der Landnahme-Praxis im krisengebeutelten Brasilien

Dienstag, 17.10.2017, 19.30 Uhr

Sozialforum Koblenz, Café Atempause/Christuskirche (Hintereingang von-Werth-Straße)

Das Thema Landgrabbing ist seit mehreren Jahren ein Thema vieler Nichtregierungsorganisationen im entwicklungspolitischen Bereich: Sie wurden vor allem von ihren Partnerorganisationen aus diversen Ländern darüber in Kenntnis gesetzt, dass immer wieder brutalste Praktiken der Land-Vertreibung angewendet werden. Das Land dient Unternehmen und Staaten zum Rohstoffabbau, für Infrastrukturprojekte wie Staudämme, als Spekulationsobjekt oder zum Anbau für Tierfutter oder Nahrungsmittel für andere Weltregionen. Diese Praxis der Landnahme betrifft in starkem Maße auch das Riesenland Brasilien, worüber Fábio Pitta (Post-Doktorant an der Universität São Paulo und wissenschaftlicher Mitarbeiter der NGO ‚Rede Social de Justiça e Direitos Humanos’) berichten wird. Er wird sich dabei vor allem auf Land als Spekulationsobjekt konzentrieren: Diese Spekulation hat im Kontext der mit der Weltwirtschaftskrise von 2007/08 einhergehenden Instabilität vor allem die Funktion, dem Finanzkapital Anlagemöglichkeiten zu schaffen, um den Kapitalismus weiter ‚am Leben zu halten’.

 

Veranstalter dieses Sozialforums: Kath. Hochschulgemeinde Koblenz, Ökumenisches Netz Rhein-Mosel-Saar, pax christi Kommission Globalisierung und soziale Gerechtigkeit.

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